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Die einen hassen es, die anderen lieben es: Kopfsteinpflaster als Straßenbelag wirkt optisch attraktiv, kann aber auch Nachteile bedeuten: aufwendige Verlegung, schlechte Begehbarkeit und vor allem die geringe Belastungsfähigkeit sind Planern und Bauherren schon lange ein Dorn im Auge. Dennoch gab es in denkmalgeschützten Stadtvierteln bisher kaum eine Alternative zu Naturstein. Die Folge sind zahlreiche defekte Straßenbeläge, die unschön geflickt wurden und hohe Aufwendungen für kostspielige Sanierungsmaßnahmen nach sich ziehen können. In der Stadt Heppenheim hat man nun bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Villenviertels eine gute Lösung gefunden, bei der die attraktive Optik eines Kleinpflasters mit den Vorteilen eines gut begehbaren und belastbaren Betonpflasters verbunden wird.
Bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes sind Landschaftsplaner oft bestrebt Lösungen zu schaffen, die von verschiedenen Altersgruppen gleichermaßen akzeptiert werden. Wünscht sich die junge Bevölkerung eher Raum zur Bewegung und Freiheitsentfaltung, so legen die Bürger im reiferen Alter mehr Wert auf gepflegte Plätze zum Verweilen und ein gediegenes Ambiente. Wie man einen öffentlichen Platz gestalten kann, der verschiedenen Altersgruppen gerecht wird und dabei auch noch Raum für Annäherungen von Jung und Alt bietet, das zeigt der im April eröffnete „Platz der Generationen“ in Budenheim bei Mainz.
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Bei der Befestigung von Wohnstraßen in Neubaugebieten stehen oft zwei Aspekte im Vordergrund: Erstens die Stabilität, damit die Flächen in der Lage sind, die erwarteten Verkehrsbelastungen aufzunehmen, ohne dass es zu Verschiebungen kommt und zweitens die Optik, denn schließlich soll die Wohnstraße den Anwohnern und Besuchern eine attraktive Aufenthaltsqualität bieten. Beide Aspekte – Optik und Technik – stellen jedoch häufig einen Widerspruch dar. So sind z.B. reine Asphaltflächen technisch durchaus praktikabel, optisch jedoch wenig reizvoll. Herkömmlich gepflasterte Flächen sehen zwar oft besser aus, sind aber aufgrund ihrer mangelnden Verbundwirkung nicht immer geeignet, alle anfallenden Verkehrsbelastungen aufzunehmen. Die Stadt Worms fand für ihr aktuelles Neubaugebiet im Ortsteil Leiselheim eine gute Lösung - und das sogar, obwohl einige Straßen ein beachtliches Gefälle aufweisen.
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Aufgrund der siedlungsgeschichtlichen Entwicklung vieler deutscher Großstädte verfügen deren Stadtteile oft über keine oder nur wenig ansprechende Vorortzentren. Gründe hierfür sind z.B. historisch gewachsene Verkehrsführungen oder Industrieansiedlungen, die Ortsteile zerschneiden und auf diese Weise keine zusammenhängenden Ortskernstrukturen für einen Vorort zulassen. In ähnlicher Situation befand sich bis vor kurzem auch der Mannheimer Stadtteil Sandhofen.
Bei der Planung von innerstädtischen Straßensanierungsmaßnahmen sind in der Regel Konzepte gefragt, die Neuerungen hervorbringen: Neue Verkehrsführungen, neue Grünflächen, neue Rad- und Gehwege und neuer Platz für den ruhenden Verkehr. Dass hierbei Neues nicht immer neu sein muss, zeigt die frisch gestaltete Römerstraße in der Spargelstadt Lampertheim im südhessischen Landkreis Bergstraße. Die Verantwortlichen der gut 30.000 Einwohner zählenden Stadt orientierten sich bei der Sanierung ihrer Hauptlebensader an alten Gegebenheiten und erzielten damit eine besonders gute Lösung.
Wird in Deutschland ein neues Wohngebiet erschlossen, so besteht die Straßenbefestigung anfangs oft nur aus einer losen Schotterdecke. Erst nach Fertigstellung der Hochbauten kommt es dann zum Endausbau der Straße.